6. Februar 2007
Leider steht die Zahl der Kommentare, die Spammer hier abladen, in keinem Verhältnis mit denen von vernünftigen Menschen. Daher sehe ich mich gezwungen, die Kommentar-Funktion stärker zuzudrehen. Macht leider denen mehr Arbeit, die wirklich was zu sagen haben, und bremst die Müllschreiber. Hoffentlich.
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28. September 2006
Liebe Kollegen und Pressemitteilungs-Abschreiber,
herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschalten von Hirn und Kritik. Auf mindestens einem halben Dutzend Websites habe ich die Botschaft zur Weltpremiere des neuen Mitsubushi Pajero gefunden, und zwar weitgehend identisch mit den Formulierungen, die der japanische Autohersteller an die Presse verteilt.
Was daran so seltsam ist? Dass Mitsubishi in der Pressemitteilung den Pajero als echten Offroader lobt und gleichzeitig mit High-Tech-Unterhaltungselektronik protzt, die in Wald, Wiese und Wüste eher nichts verloren hat. Alle Register ziehen Mitsubishi und die gläubigen Abschreiber, um die Off-Road-Gene zu belegen: Der Ur-Pajero darf mit auf’s Werbebild für die neue Baureihe, natürlich auch der Pajero als vielfacher Gewinner der Rallye Dakar.
Weiter in den Web- bzw. Hersteller-Texten: 30 Gigabyte Festplatte für Navigation und Musikdaten und 860-Watt Dolby-Surround -Anlage sind auch an Bord, hurra hurra. Aber keiner stellt die naheliegende Frage: Wozu? Wie passt das zusammen, Wüstensohn mit Disco-Ausrüstung? Soll das Ding die nächste Rallye Dakar beschallen?
Für Anhänger der großartigen Stille in der Wüste gibt es immerhin den Pajero Classic. Sozusagen als “Afrika-Version” bleibt er unberührt von diesen seltsamen Blüten des Automobilbaus. Nur - diesen Hinweis haben die Kollegen vergessen zu erwähnen.
P.S. Was ist nun wirklich neu am “neuen” Pajero, der auf dem Pariser Autosalon Premiere hat: Frontansicht, Heckansicht, die Motoren, die Bremsen, mehr Federweg an der Hinterachse. Um das zu erfahren, muss man allerdings bei “auto motor und sport” nachblättern.
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29. August 2006
Die Welt ist schlecht. Abgasnormen sind böse. Fahrzeugdesigner auch. Schon mal die Bilder vom neuen Land Rover Defender gesehen? Der mit dem Buckel auf der Motorhaube? Der ohne Lüftungsklappen unter der Windschutzscheibe? Mit vier Sitzen statt sieben? Zum Davonlaufen.
Der Defender wird überarbeitet. Beim Autosalon in Paris gibt es die Neuerungen zu sehen: Aus dem TD5-Motor wird ein Vierzylinder TDCI, 2,4 Liter groß, mit Partikelfilter und Euro 4-konform. Bei ähnlichen Eckdaten soll die Kraftentfaltung harmonischer sein, mehr Drehmoment bei niedrigeren Touren, kürzerer erster Gang und zusätzlich ein sechster. Das war nötig. Bei der Motorhaube hat offensichtlich der Design-Lehrling pfuschen dürfen. “Pimp my Landy”, wahrscheinlich sein erstes Projekt. Drinnen gibt es im 90er jetzt vier richtige Sitze, sprich: hinten zwei, die in Fahrtrichtung schauen. Aufgemerkt: In einer Zeit, in der wirklich jeder SUV-Hersteller die verrücktesten Tricks anstellt, um einen Siebensitzer auf den Markt zu werfen, verabschiedet sich Land Rover ohne Not von den hinteren Klappbänken. Darauf muss man erst mal kommen. Dafür funktioniert angeblich Belüftung und Klimaanlage im neuen Defender. Dass deswegen die Lüftungsklappen unter der Scheibe wegfallen, ist Sünde genug. Das große Kotzen kommt einem aber beim neuen Amaturenbrett: Sieht aus wie bei den unzähligen SUVs x-beliebiger Hersteller. Blödsinnige Luftauslässe in Form von Mickey-Mouse-Ohren obenauf zu schrauben, hat sich aber noch niemand getraut. Wo früher hinter dem Lenkrad der Amaturenträger kantig die rechtwinklige Karosserie nachgezeichnet hat, wölbt sich bald eine sanfter Bogen über dem Tacho, der mit dem Rest der Formsprache nichts zu tun hat. Wie können solche Katastrophen Marktreife erlangen?
Land Rover hat einen Stall von Edel-Offroadern, schlägt mit dem Range Rover Sport die Brücke zu den SUVs, wo der Freelander seinen festen Platz hat. Der Defender als letzter kerniger Geländewagen mit eindeutigem Abenteuer-Nimbus und unerschütterlichem Kundenkreis wird kaputtdesignt. Er wird ein Ford mit rechten Winkeln. Das ist krank.
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29. August 2006
Wenn das mal kein gelungenes Ablenkungsmanöver ist: Jahrelang wartet man gespannt auf den Yeti von Skoda, derweile bauen die Tschechen aber den bewährten Skoda Octavia 4×4 zum SUV um.
Der neue Kombi hat 1,6 Zentimeter mehr Bodenfreiheit als der 4×4 und ist damit 4 Zentimeter höher als die zweirad-getriebene Version. Großzügege Kunststoff-Beplankung ist wohl ein Muss in dieser Fahrzeugklasse. Der Scout wir dadurch einen Zentimeter länger und 1,5 breiter. Neben anderem optischen Schnickschnack kommen auch sinnvolle Sachen an den Pfadfinder, zum Beispiel Unterfahrschutz für vorne und hinten. Erfreulich ist, dass die stiefmütterliche Motorisierung des Allradkombis endlich ein Ende hat. Im Scout kommt der 2-Liter Benziner (150 PS) oder der 2-Liter-TDI (140 PS) zum Einsatz. Beim Allrad-Antrieb bleibt es bei der bewährten Lamellen-Kupplung von Haldex.
Premiere hat der Skoda Octavia Scout Ende Spteber in Paris, im ersten Quartal 2007 soll er erhällich sein. Offen ist noch der Preis - und was denn jetzt aus dem Yeti wird :-)
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8. August 2006
Eigentlich ist der Suzuki Grand Vitara ein kompakter Allradler mit ganz tauglichen Geländeeigenschaften, zumindest in seiner Klasse. Und verhältnismäßig günstig ist er auch. Die Preisliste startet bei 19.690 Euro, die 5-türige Version beginnt bei 24.290 Euro. Der Spitzenreiter bisher: 27.990 Euro für den langen Diesel in Comfort-Ausstattung.
Jetzt will Suzuki sich wohl selbst übertrumpfen und legt noch eins obendrauf: “Comfort+” heißt das neue Topmodell, bei dem die Diesel-Motorisierung mit 95 kW 30.590 Euro kostet. Das Plus besteht aus Holz-Interieur, Ledersitzen und -Lenkrad, Xenon-Licht, Glas-Schiebedach und extra Hochtönern für die Audioanlage. Gähn.
Wie wäre es denn damit: Das Holz bleibt im Wald, das Leder an der Kuh und Suzuki könnte zur Abwechslung mal die Preisliste nach unten erweitern. Ausstattungslinie Comfort-. Schnickschnack raus, Afrika rein und ab auf die Reise!
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4. August 2006
Selten schaffen es Allrad-Themen in Presse, die nicht “Special Interest”-Zielgruppen bedient. Manchmal aber eben doch. So berichtete die Süddeutsche Zeitung in der Wochenendausgabe 15./16. Juli auf fast einer halben Seite von der Rallye Berlin-Breslau, von Motorradlerin Tina Meier und dem Damenteam Tatjana Hardt und Deborah Wölfinger, die im Defender einen Überschlag hinlegten. Dem Land Rover Defender widmet sich auch auto motor und sport (17/2006) - und zwar als Cabrio-Umbau. Gut der Überrollbügel, findet ams, praktisch der Mechanismus fürs Verdeck, beides macht den Unterschied zum 90er-Softtop aus. Ach ja, und der Preis: Für über 35.000 Euro kauft man Sachen ein, die man eigentlich nicht haben will im Landy ohne Dach. Sitzheizung zum Beispiel, Klimaanlage und den Erstazreifen im Laderaum. Und oooch, das auf 100 Exemplare limitierte Cabrio Two TD5 sei fast ausverkauft.
Keine Panik. Wer gut im Netz guckt (oder auf der Breslau ein wenig mit Roland Kilzer gesprochen hat), kennt den Stammbaum der 100 Stück sehr gut. Der Landy-Spezialist Kilzer aus Crailsheim könnte sicher noch ein paar Exemplare von dem Umbau fertigen, der in seinem Hause erfunden wurde. Bestimmt auch ohne Klima und - so sieht man es auf seinen Seiten - mit dem Reserverad dort, wo es hingehört: auf der Motorhaube.
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31. Juli 2006
Mit Folge 1 geht es weiter - das Allrad-Magazin bei N24 ist wieder da. Die Neuauflage des eingeschlafenen TV-Formats ist immer freitags um 19.05 Uhr auf Sendung (Wiederholung samstags 11.05 Uhr).
Nach dem Start am 28. Juli geht es in Folge 2 am 4. August um den Opel Antara und die Panamericana-Expedition von Joachim Franz. Während N24.de flaue Allgemeinplätze über die Sendung verbreitet (”faszinierende Technik auf zwei Achsen” - mhm), bereitet Produzent Motorvision auf seiner Website die Themen schön bebildert und im Nachklapp reichlich betextet auf.
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20. Juli 2006
Der kleine Touarag soll “Tiguan” heißen. Schade eigentlich, denn beim große Vorbild schwingt Wüstenfeeling im Namen mit. Das Golf-SUV dagegen muß mit einem Wortgeklebe aus Tiger und Leguan leben. Schuld sind die über Europa vertreuten Leser der Auto Bild und ihrer Ableger - sie haben den Namen ausgwählt. “Namib” konnte sich als Alternative nicht durchsetzen. Vielleicht hätte das die Latte auch etwas zu hoch gelegt für den kleinen großen Golf.
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17. Juli 2006
Sehr viele sehr feine Fotos von der Berlin Breslau 2006 hat Fotograf Tom Müller online gestellt. Sauber sortiert nach Etappen kann man mit der Riesen-Menge an Bildern gut umgehen. Wer mehr will als nur schauen: ein Bild, ein Euro - einfacher geht’s kaum.
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7. Juni 2006
Skoda baut ein SUV - endlich ein Bekenntnis nach den jahrelangen Beteuerungen, der Yeti sei nur Studie. Pressesprecher Christoph Ludewig bestätigte der OFF-ROAD die Aussage von Skoda-Vorstand Detlef Wittig. Der Yeti wird demnach tatsächlich Vorbild sein für das Skoda-SUV, das wie erwartet deutlich unterhalb des großen Konzernbruders Touareg rangieren wird.
- OFF ROAD: mehr Details im neuen Web-Auftritt
- Hessischer Rundfunk: Der Yeti auf den Seiten zur IAA 2005
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